Gelenkfehlstellungen, Stoffwechselerkrankungen oder Verletzungen sind nur drei einer ganzen Reihe von möglichen Ursachen für die Entstehung einer Arthrose. Hier ein kurzer Überblick der möglichen Auslöser für Gelenkverschleiß:
· Vererbung
· Gelenkfehlstellungen, z. B. X- oder O-Beine
· Fehlstatik, z. B. als Folge einer Schonhaltung bei Schmerzen
· Unfälle und Verletzungen
· Stoffwechselerkrankungen
· Übergewicht
· Koordinationsstörungen
· Überbelastung
· Bewegungsmangel
Regelmäßige körperliche Bewegung senkt das Arthrose-Risiko und ist die Voraussetzung, um bei einem akuten Krankheitsverlauf, langfristig ein möglichst beschwerdefreies Leben zu führen. Eine der wichtigsten Therapiemaßnahmen ist dabei die möglichst umfassende ärztliche Beratung über das individuelle Belastungsverhalten. Wer regelmäßig geeignete Sportarten betreibt, dehnt und kräftigt Muskeln, Sehnen und Bänder. Alles Maßnahmen, die den von Arthrose betroffenen Gelenken neue Stabilität geben.
Neben einer ausgewogenen Ernährung kann die Gabe bestimmter Knorpelaufbaustoffe wie Vitamin E sowie pflanzlicher Heilmittel, zum Beispiel ein Weidenrinden-Extrakt sinnvoll sein. Insbesondere deshalb, weil durch die unkritische Verordnung und Einnahme von herkömmlichen Schmerzmitteln erhebliche Nebenwirkungen drohen können. Das betrifft vor allem die sehr häufig über lange Zeit eingesetzten antisteroidalen Antiphlogistika, zum Beispiel Diclofenac und so genannte COX-2-Hemmer. Hier besteht ein erhöhtes Risiko für Magen- und Darmblutungen bzw. Herz-Kreislauferkrankungen.
Operative Therapiemaßnahmen werden als Option immer in ein mögliches Therapiekonzept einbezogen. Eine frühzeitige operative Intervention kann schon im Kindesalter von entscheidender Bedeutung für die Zukunft eines Gelenks sein. Das ist besonders bei Gelenkfehlstellungen oder Gelenkinstabilitäten wie starke X- oder O-Beine oder einer Hüftgelenksdysplasie der Fall. Es ist deshalb zu bedenken, achskorrigierende und bandstabilisierende Operationen nicht zu lange hinaus zu zögern. Bei fortgeschrittenen Arthrosen können derartige operative Maßnahmen ansonsten mitunter keine optimalen Ergebnisse mehr erzielen